Mit Recht den Menschen dienen

Gruppenfoto von Partnern der Kanzlei Berger

Dass Transformation und Fortschritt möglich sind, ohne im Laufe der Jahre eherne Prinzipien aufzugeben, beweist die Salzburger Berger Grobovschek Perfeller Rechtsanwälte OG. Seit 155 Jahren handeln die Anwälte der auch international erfolgreichen Kanzlei nach dem Grundsatz: „Das Recht ist für den Menschen da, und nicht umgekehrt.“

Kompetenz und Tradition seit 1871

Salzburg hat bei näherer Betrachtung stets überraschende Geschichten parat. Etwa jene der Kanzlei Berger Grobovschek Perfeller Rechtsanwälte, seit 30 Jahren Mitglied im Seebrunner Kreis, und eine der ältesten Rechtsanwaltskanzleien in Österreich. Advokat Julius Eduard Berger gründete 1871 in Oberösterreich seine Kanzlei und schuf damit eine bis heute ununterbrochene familiäre Linie von selbstständigen Rechtsanwälten: „Es war und ist in der Familie selbstverständlich, dass man dem Recht dient und dem Rechtsstaat und damit dem zu erzeugenden Frieden zwischen den Menschen“, erläutert Dr. Berger. Und: „Politik und Wirtschaft hängen vom funktionierenden Rechtsstaat ab und nicht umgekehrt.“

Gruppenfoto von Partnern der Kanzlei Berger

Im Bild von links:
Maxim Grobovschek,
Wolfgang Berger,
L. Wolfgang Berger und
Thomas Perfeller

„Über allem steht der Mandant“

Bereits aus dieser Aussage wird eine besondere Berufsethik sichtbar, welche die Anwälte der Kanzlei seit der Gründung vor 155 Jahren bis heute anleitet. Ihre Arbeit fußt auf einer sorgfältig erarbeiteten empirischen Grundlage, der man sich in jedem Fall unterschiedslos verpflichtet sieht. „Zu Beginn liegt unser Fokus auf dem Herausarbeiten des tatsächlichen Sachverhaltes, also der Faktenlage. Nur so können wir zielgerichtet und nachhaltig die jeweiligen Rechtsfolgen ableiten und für den Mandanten das Optimum erarbeiten“, erläutert Dr. Maxim Grobovschek, seit 2011 als Anwalt federführend in der Kanzlei tätig: „Wir sind Dienstleister. Wir müssen unsere Lösungen auch so transportieren, dass sie der Empfänger versteht. Denn über allem steht der Mandant. Er entscheidet, wohin es geht.“ Dazu brauche es in großen, gewichtigen Verhandlungen für internationale Klienten ebenso wie in kleineren, regionalen Rechtsfällen nicht nur Faktentreue, sondern auch Empathie und soziale Kompetenz.

Porträt von Wolfgang Berger.

Werte und Weitblick: Dr. Wolfgang Berger führt die 155-jährige familiäre Linie der Kanzlei fort und verbindet juristisches Handwerk mit einer tiefen Verwurzelung in Werten und Landwirtschaft.

Der Rechtsstaat als Fundament

„Politik und Wirtschaft hängen vom funktionierenden Rechtsstaat ab und nicht umgekehrt“, betont Dr. Wolfgang Berger.

„Anwaltsarbeit ist auch ein Handwerk“

 Dr. Berger wählt zur Beschreibung ihrer Tätigkeit aber auch noch ein anderes Bild: „Die Arbeit als Anwalt ist auch ein Handwerk“. Die juristischen Lösungen, die für den Mandanten sorgfältig erarbeitet werden, müssen hohen Ansprüchen genügen, wie ein robustes und nachhaltiges Möbelstück, das ein Tischler in Handarbeit herstellt. Möglicherweise hat dieses ungebrochene Bekenntnis zu festen berufsethischen Prinzipien auch damit zu tun, dass die Familie Berger seit 120 Jahren eine Landwirtschaft betreibt – das Reitgut am Fuße des Gaisbergs. Gezüchtet werden Galloway-Rinder. „Ich war und bin gerne Landwirt“, erzählt Wolfgang Berger, der mit seinem „Farmers Club“ eine internationale Plattform nicht nur für landwirtschaftliche Betriebe, sondern auch für Themen außerhalb des Mainstreams aufgebaut hat. Landwirtschaft erdet eben.

 Die Neugierde wachgehalten

 Auf dem Boden von Tradition und Werten stehend lässt sich aber ebenso gut über den Tellerrand blicken - ein Charakteristikum, das diese Kanzlei besonders kennzeichnet. Im „Tusculum Diskussionsforum Recht“ werden seit mehr als 35 Jahren rechtliche, technische, wirtschaftliche, aber auch rechtsphilosophische Fragen behandelt. Höchstrichter, Spitzenbeamte, aber auch Top-Experten aus dem In- und Ausland sowie aus dem weit verzweigten juristischen, akademischen und wirtschaftlichen Netzwerk der Kanzlei sorgen für Fortbildung und Anregung. „Das hält die juristische Neugierde wach“, wie Dr. Berger betont.

 So kam im Tusculum Diskussionsforum Recht kürzlich auch das unumgängliche Thema Künstliche Intelligenz zur Sprache. Die Anwälte der Kanzlei gehen zwar davon aus, dass die Anwendungsgebiete von KI-Systemen im Rechtswesen zunehmen werden, die juristische Kernarbeit aber nicht ersetzen wird. „Die Arbeit mit KI erfordert nicht nur die richtige Fragestellung, sondern auch die Fähigkeit, unklare Antworten zu beurteilen oder gar falsche Antworten zu erkennen“, bringt es Dr. Grobovschek auf den Punkt. Abgesehen von Urheberrechts- und Haftungsfragen brauche es mehr denn je eine umfassende menschliche Expertise, um einen quasi vorgefertigten KI-Output einordnen bzw. korrigieren zu können. Möglicherweise könnte die KI aufgrund ihrer US-amerikanischen Dominanz sogar zu einer schleichenden Übernahme des amerikanischen Case-Law-Rechtssystems im durch das römische Recht in Europa bestimmte System führen, wie Dr. Berger jüngst in einem Vortrag zur KI ausführte. Doch dass zukünftige KI-Agents die Arbeit von Rechtsanwälten ersetzen könnten, sei nicht zu erwarten. Dr. Grobovschek: „Unsere Arbeit wird durch KI eher intensiver werden – wir haben keine Angst vor der Zukunft.“ Man bewege sich als langjährige Kanzlei immer in einem Umbruch. So hat die Kanzlei auch immer alle technischen Neuerungen frühzeitig integriert.

Porträt Maxim Grobovschek.

Mandant und Moderne: Dr. Maxim Grobovschek setzt auf faktenbasierte Lösungen und menschliche Expertise, um die Kanzlei sicher durch den digitalen Wandel zu führen.

Zukunftsoptimismus

Dr. Maxim Grobovschek, LL.M: „Unsere Arbeit wird durch KI eher intensiver werden – wir haben keine Angst vor der Zukunft.“

Vernetztes Arbeiten in juristischen Kernbereichen

Als Erfolgsfaktor der 155 Jahre alten Kanzlei hat sich aber nicht nur die zügige Adaption an technische Neuerungen erwiesen, sondern auch die ausgeprägte Pflege eines nationalen und internationalen Netzwerks an Experten, auf deren Expertise die Kanzlei regelmäßig zurückgreift, beispielsweise im Zuge großer komplexer Tiefbauprojekte, UVP-Verfahren, Betriebsanlagengenehmigungen und ähnlicher, bürokratisch aufwendiger Projekte. „Diese Vielfalt an Kooperationen ermöglicht eine schnelle Orientierung und Beurteilung auf höchster fachlicher Ebene, stets verbunden mit einer besonderen menschlichen Komponente, die oft eine größere Rolle spielt als gemeinhin angenommen.“ fügt Dr. Berger hinzu. Neben dem klassischen Wirtschafts- und Unternehmensrecht, Vertragsrecht, Arbeitsrecht, Agrarrecht und anderen für die Wirtschaft, aber auch Privatpersonen zentralen Rechtsbereichen (etwa Erbrecht) weist die Kanzlei auch eine hohe Expertise in Fragen der Raumordnung, des Baurechts, des Anlagenrechts, des Grundverkehrs und weiteren Gebieten des öffentlichen Rechts auf.

Regional, national und international

Für ihre Klienten ist die Berger Grobovschek Perfeller Rechtsanwälte OG nicht nur in Salzburg und Österreich tätig. Mandanten, oftmals große Unternehmen, finden sich in Slowenien, Kroatien, Großbritannien, Italien, Frankreich, der Schweiz, Spanien, den USA, Kanada, Südamerika, Japan, dem Mittleren Osten, Afrika – und auch in Deutschland. Auch mit General Counsels und Inhouse Counsels in- und außerhalb Österreichs wird ein reger Kontakt gepflegt. Daraus sind Kooperationen wie beispielsweise Archimedes, eine Vereinigung zur Förderung des lauteren Ausschreibungswesen, entstanden. Als langjähriges Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer in Österreich (DHK) pflegt Dr. Berger außerdem Kontakte zu den Größen der deutschen und österreichischen Wirtschaft. „London - Paris - Gnigl - Mayrwies: eine Achse“, fasst Dr. Berger dieses breite Spektrum der Aktivitäten zusammen. Wiewohl die Palette der Rechtsgebiete umfassend und die Zahl und Bedeutung der nationalen und internationalen Klienten beeindruckend ist, „sind wir bewusst nie den Weg in die Größe gegangen“, betont Dr. Berger. „Wir wollen die Übersicht bewahren. Wir möchten unsere Arbeit beruhend auf eigener Sachkunde und breiter Vernetzung sowie einem erstklassigen Netz an Fachleuten einfach sehr gut machen“, ergänzt Dr. Grobovschek. Nur so könne man mit seinen Klienten im direkten Austausch bleiben und das Leistungsversprechen der ständigen Erreichbarkeit in dringlichen Angelegenheiten erfüllen.

Fotos: Andreas Hechenberger