Eine Mission, die bewegt!

Gernot Schweizer behandelt Patientin.

Sein Ruf als ausgezeichneter Physiotherapeut und Bewegungsexperte ist längst kein Geheimtipp mehr. Zu ihm kommen Spitzensportler und Top-Leute aus der Wirtschaft, Kinder, Mütter mit Säuglingen, schwierige Fälle, die andernorts schon aufgegeben wurden, oder einfach Hobby-Sportler, die richtig trainieren wollen. Gernot Schweizer, Mitglied des Seebrunner Kreises, hat eine Mission: Den Bewegungsmangel zurückdrängen, das richtige Bewegen lehren, die Menschen zurück zur Gesundheit führen.

Freitagvormittag im Institut „Schweizer Therapie & Training“ an der Schwarzenberg-Promenade 22A: Es geht rund. Die Dienste des bekannten Physiotherapeuten, Osteopathen und Fitness-Coaches sind ganz offensichtlich gefragt. Die Behandlungsräume sind gefüllt. Ein Team von 18 Fachkräften massiert, behandelt, richtet ein und auf und hilft erfolgreich dabei, dass auch schwierige Fälle wieder auf die Beine kommen. Mittendrin, als Führungskraft und als Physiotherapeut, Gernot Schweizer. „Ich übe meinen Beruf leidenschaftlich gerne aus!“, erzählt der Trainer, Buchautor („Bewegung“, Ecowin-Verlag), Speaker und engagierte Botschafter für mehr Bewegung.

Selbstständig tätig ist der 1966 geborene Schweizer seit mehr als 25 Jahren, zuerst in Stuttgart, danach in Abtenau und seit 2017 in Salzburg-Aigen. Eine Grundlage für seinen ausgezeichneten Ruf schuf sich Schweizer mit der Betreuung von Top-Athleten, allen voran Marcel Hirscher, den er viele Jahre lang begleitet hat. Ebenso vertrauten Spitzensportler aus dem deutschen Fußball und österreichische Sportstars wie Manuel Feller, Philipp Schörghofer, Max Franz oder Jürgen Melzer dem Können

Gernot Schweizers. „Vieles hat sich aus dem Sportbereich entwickelt. Ich habe einfach gesehen, wie viele Verletzungen vermeidbar wären, indem man einseitige Belastungen vermeidet“. Womit Gernot Schweizers Arbeit im Laufe der Zeit mehrfache Richtungen eingeschlagen hat.

Anna und Gernot Schweizer.

Gernot Schweizer, Mitglied des Seebrunner Kreises, ist Physiotherapeut, Trainer, Buchautor, Speaker und engagierter Propagandist für mehr Bewegung.

Im Bild: Anna und Gernot Schweizer

Berufung statt Beruf

„Ich übe meinen Beruf leidenschaftlich gerne aus!“, so Schweizer.

Desaster der Nicht-Bewegung

So kommen Menschen in sein Institut, die mit den gesundheitlichen Auswirkungen von zu wenig Bewegung konfrontiert sind. „Die grassierende Bewegungsarmut ist zu einem Desaster geworden“, berichtet Schweizer aus seiner Praxis. Das betrifft mittlerweile bereits Kinder. „Ein unfassbar großer Teil der Kinder wächst mit Bewegungsmangel auf“. Ein fataler Mix aus Handy-Sucht, Motivationslosigkeit und eine Elterngeneration, die selbst Bewegung nicht mehr vorlebt, erzeugt körperliche Pathologien, die sich bereits negativ auf die Gesellschaft auswirken, fürchtet Schweizer: „Wir sind auf dem Weg zur körperlichen Degeneration weiter Teile der Bevölkerung“.

Auf der anderen Seite sieht der Bewegungsexperte die mitunter schädlichen Ergebnisse eines falsch ausgeübten Breitensports. „Wir behandeln sehr viele, die trotz hohem Bewegungsengagement krank werden“. Es werde zu viel einseitig trainiert, und das oft sehr fanatisch. Das erzeuge Dysbalancen im Körper und damit erst recht wieder Krankheiten.

Besonders Personen aus dem Top-Management seien für ein Über-Engagement anfällig. „Sie setzten auf beruflichen Stress noch körperlichen Stress durch Einseitigkeit und Überbeanspruchung drauf. Das geht nicht gut aus“. Das Gegenrezept wäre einfach: Vielfalt und Abwechslung im Training und die „richtige Bewegung“. Womit Gernot Schweizer ins Spiel kommt: „Es geht darum, ganzheitlich und intelligent zu trainieren.“ „Präventives Training“ kann man bei Schweizer Therapie & Training lernen, solo oder in kleinen Gruppen, und das auch in einem 3.000 qm großen Outdoor-Trainingsgarten, wo schon Marcel Hirscher seine Muskeln beansprucht hat. Wobei als wesentlich anzumerken ist, dass niemand bei Schweizer trainiert oder behandelt wird, der nicht zuvor einer umfassenden individuellen Analyse und Diagnostik unterzogen wurde.

Training im Outdoorbereich.

Gernot Schweizer und sein Team haben dem Bewegungsmangel den Kampf angesagt.

Hoffnungsloser Optimist

„Ich bin, bei aller Kritik, ein absoluter Optimist. Ich lebe voller Hoffnung!“, sagt Schweizer.

Helfen, wo es andere nicht mehr können

Wesentliche Schwerpunkte von Gernot Schweizer und seinem Team sind jedoch die Rehabilitation und Therapie, auch schwerster Fälle. Nicht selten übernimmt Schweizer erkrankte Personen, die aus dem Gesundheitssystem gefallen sind oder als nicht mehr behandelbar gelten. „Wir behandeln auch Kranke, die andere nicht mehr nehmen. Wo andere aufgeben, fangen wir an“, lautet sein Wahlspruch. Hier unterstützen oft Spender aus dem umfangreichen Netzwerk des sozial engagierten Physiotherapeuten. Und damit sich Probleme nicht zu chronischen Erkrankungen auswachsen, bietet Gernot Schweizer auch die „präventive Physiotherapie“ an.

Gernot Schweizers Dienste kann man übrigens nicht nur in seinem Institut in Anspruch nehmen. Er macht auch „Hausbesuche“ in Unternehmen und betreut dort die Führungsriege ebenso wie die Mitarbeiterschaft. Man kann ihn aber ebenso als begleitenden Fitness-Coach für einen mehrtägigen Urlaub buchen, inklusive Training und Therapie.

Niemals Aufgeben

„Unser Motto: ‚Wo andere aufgeben, fangen wir an“, so Schweizer.

Gernot Schweizer ist nicht nur leidenschaftlicher Therapeut, sondern auch erfahrener Unternehmer: „Ich bin stolz darauf, dass wir ein Familienbetrieb sind!“. Seine Frau Anna  – auch sie ist Mitglied im Seebrunner Kreis – managt die kaufmännischen Angelegenheiten des Unternehmens. Mit seinem Sohn Tim, der als Physiotherapeut und Trainer in die Fußstapfen des Vaters getreten ist, arbeitet bereits die nächste Generation im Betrieb. Der Unternehmer Gernot Schweizer vertritt übrigens klare Ansichten, was die Defizite der Wirtschaftspolitik betrifft. Er ortet nicht nur in der Bevölkerung Bewegungsmangel, sondern im übertragenen Sinn ebenso in der Politik, auf Bundes- wie Landesebene. Die Mitte gehe verloren, und mit ihr auch der unternehmerische Mittelstand und seine Tugenden wie Eigenverantwortung, fürchtet Schweizer. Hier könnte der Seebrunner Kreis als Promotor einer wirtschaftsfreundlichen Mittelstandspolitik eine stärkere Rolle spielen, schlägt Gernot Schweizer vor.

Eine Gesellschaft im Bewegungsmangel, heimgesucht von vielen pathologischen Erscheinungen. Eine Wirtschaft in einer hartnäckigen Flaute. Eine Politik, die der Krise nicht Herr wird. Freilich, man könnte täglich verzweifeln, wenn man die Nachrichten liest, meint Schweizer: „Doch bin ich, bei aller Kritik, ein absoluter Optimist. Ich lebe voller Hoffnung!“. Denn der Bewegungs-Visionär und unermüdliche Förderer von Gesundheit ist sich eines völlig sicher: „Bewegung ist Leben!“.