Arbeiten an einer guten Zukunft Salzburgs

Teilnehmer diskutieren

Die Welt wird gerade ordentlich durchgerüttelt. Es muss einiges geändert werden, auch in Salzburg. Doch wie könnte die Zukunft Salzburgs aussehen – und was bräuchte es, dass daraus eine gute Zukunft wird? Um diese komplexe Frage zu beantworten, veranstaltete der Seebrunner Kreis in der MOONCITY seinen ersten „Zukunftsworkshop“. Weitere werden folgen, denn es braucht viele neue Ansätze.

Arbeiten an einer guten Zukunft Salzburgs

„Als Vereinigung innovativer Vordenker aus der Salzburger Wirtschaft geht es uns grundlegend darum, Salzburgs Anschlussfähigkeit an die Zukunft zu stärken und auszubauen“, stellte Kurator Philipp Schmölzer in seiner Begrüßung fest. „Denn wer sich rechtzeitig mit den möglichen Zukunfts-Szenarien beschäftigt, hat mehr Überblick und mehr Spielraum, Herausforderungen zu bewältigen, Chancen zu nutzen und Zukunft proaktiv zu formen!“

Schmölzer begrüßt

Kurator Philipp Schmölzer: „Im Seebrunner Kreis gehen wir davon aus, dass Zukunft gestaltbar ist. Fatalismus ist nicht unsere Sache“.

Nicht den Anschluss verlieren und proaktiv handeln

„Es geht uns grundlegend darum, Salzburgs Anschlussfähigkeit an die Zukunft zu stärken“, so Kurator Philipp Schmölzer.

Zukunft ist gestaltbar

Basierend auf diesem Verständnis startete der Seebrunner Kreis am 19. April sein erstes Zukunftslabor – mit der klaren Ausrichtung auf ein positives Zukunftsdenken und der Überzeugung, dass Zukunft nicht Schicksal, sondern Handlungsaufforderung ist. Beim ersten Zukunftsworkshop ging es um die Erarbeitung sowie Identifikation von zentralen Themen für Salzburg, die mit nachfolgenden Formaten vertieft beleuchtet werden sollen.  

So machten sich 30 Unternehmerinnen und Unternehmer mit viel Engagement daran, Szenarien für Salzburgs mögliche Zukünfte zu erkunden und sichtbar zu machen. Das Ambiente war übrigens wie geschaffen dafür: Inmitten der MOONCITY, zwischen den neuesten Innovationen aus dem Hause Porsche, fiel es eindeutig leichter, sich Salzburg und die Welt im Jahre 2034 vorzustellen.  

Teilnehmer diskutieren II

Mehrere Stunden lang wurde intensiv in Gruppen gearbeitet.

„Out-of-the-box“-Denken

Angeleitet von der „Futures-Thinking“-Expertin Elisabeth Mayerhofer, Gründerin des What’s Next Institute, wurde in einem ausgefeilten, mehrstufigen Prozess der „Möglichkeitsraum Zukunft“ erkundet: „Das eröffnet uns Handlungsoptionen und Hinweise, wo Wandel stattfinden kann“. Gleichzeitig machte die Expertin deutlich, dass es viele Zukünfte und viele Vorstellungen darüber gibt, was kommen kann und kommen sollte. Um herauszuschälen, was für Salzburg relevant sein könnte, halfen in einem ersten Schritt spielerische Imaginationen, samt fantasievollen Szenarien und einem Denken „out-of-the-box“, abseits vom Alltag.

Das machte den Blick klar für die Signale der Zukunft und die massiven treibenden Kräfte, denen auch Salzburg unterliegt und die den Rahmen für die zukünftige Entwicklung bilden. Diese „Driving Forces“ bewegen und treiben uns an: Bevölkerungsentwicklung, wandelnde Einstellungen zur Arbeit, (IT-)Sicherheit, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Automatisierung, Zuwanderung und Integration, Klimawandel, Bildung als Zukunftsfaktor, die Stärke des Tourismus, Erosion der Selbstverantwortung, Arbeit im Alter, New Work, Energiebedarf, Bodenverbrauch, Trinkwasser-Sicherheit, (mentale) Gesundheit. Kräfte des Wandels, welche auch und besonders für Salzburg von Bedeutung sind.

Workshopleiterin Elisabeth Mayerhofer

„Die eine Zukunft gibt es nicht, Zukunft ist ein Möglichkeitsraum.“, hält Elisabeth Mayerhofer vom What's Next Institute fest.

Die Fähigkeiten der Menschen bestimmen Salzburgs Zukunft 

Worauf Salzburg besonders achten sollte, wurde in einem weiteren abschließenden Prozess herausgearbeitet: Etwa, dass die Gewinnung von Fachkräften und die Lösung der Mobilitätsprobleme Salzburgs nicht ohne die Schaffung leistbaren Wohnraumes funktionieren wird. Oder dass es ohne zukunftsfähigen Tourismus in Salzburg nicht geht und wir uns daher der Frage des Klimawandels annehmen müssen, um diese und andere Geschäftsmodelle nicht zu riskieren. Gelöst werden müsse ebenso die Frage der wachsenden Migration und Integration sowie die der Alterung der Gesellschaft, um nicht an Innovationskraft zu verlieren. Und nicht zuletzt sind Offensiven in der (Weiter-)Qualifizierung und in der Mobilität unverzichtbar.

Diese und weitere Themen werden in den nächsten Jahren vom Seebrunner Kreis in Workshops und anderen Formaten vertieft behandelt. Sie verweisen auf den Kern dessen, was Salzburgs nach wie vor hohe Qualität ausmacht: Es geht um die Leistungsfähigkeit, das Wissen, das Können und die Zukunftsorientierung der Menschen in Salzburg. Ihre Fähigkeiten prägen Salzburg, ihr qualifiziertes Tun schafft Zukunft. Kurator Philipp Schmölzer hält fest: „Das war, ist und wird das tragende Thema des Seebrunner Kreises und unser Arbeitsauftrag für Salzburgs Zukunft sein“.

Fotos: Manuel Horn Photography