Mit Leidenschaft für mehr Bewegung
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Einen charismatischen Propheten für die Volksgesundheit konnten die Mitglieder des Seebrunner Kreises beim dritten After-Work-Treffen des heurigen Jahres erleben. Mitglied Gernot Schweizer bot einen faszinierenden Überblick über sein Unternehmen, seine vielfältigen Erfahrungen und seine Mission: den Kampf gegen den Bewegungsmangel, für Prävention und Heilung.
Mit Leidenschaft für mehr Bewegung
Gernot Schweizer vereint viele Berufe in sich: Er ist Physiotherapeut, Chiropraktiker, Sportwissenschaftler, Trainer, Buchautor („Bewegung“, Ecowin-Verlag), Speaker, war Regierungsbeauftragter für mehr Bewegung und nicht zuletzt Inhaber von Schweizer Therapie & Training. Vor allem aber ist Gernot Schweizer eines: ein engagierter „Aktivist“ für mehr körperliche Bewegung.
Und da liegt einiges im Argen, wie Schweizer aus seiner Praxis berichtet. So sind etwa 70% der 13-jährigen bereits übergewichtig. Acht von zehn Kindern können nicht mehr rückwärts laufen und fallen über ihre eigenen Füße. Die motorischen Defizite bei vielen Kindern und Jugendlichen seien besorgniserregend. „Wir produzieren derzeit Krankheiten und keine leistungsfähigen Menschen“, sieht Schweizer eine Reihe von Problemen auf das Sozialsystem und die künftigen Produktivitätserfordernisse zukommen. Aber auch viele Erwachsene weisen einen Bewegungsmangels auf, „womit die Krankheiten vorprogrammiert sind!“.
Krankheit statt Leistung
„Wir produzieren derzeit Krankheiten und keine leistungsfähigen Menschen“, warnt Schweizer.
Leider werde aber der Prävention, also dem individuell angepassten Körpertraining und der richtigen Bewegung, bevor es zu zwicken beginnt, von der Politik noch immer nicht der notwendige Stellenwert eingeräumt, kritisiert Schweizer. Gerade für Kinder werde in dieser Hinsicht kein Geld ausgegeben. Im Auftrag der Bundesregierung hatte Schweizer noch vor der Pandemie entsprechende Bewegungsprogramme entwickelt, doch dann kam Covid ins Spiel. Jetzt ist das Thema Bewegung in der Gesundheitspolitik nicht mehr oben auf der Agenda.
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Laut Gernot Schweizer ist der Status-Quo alles andere als zufriedenstellend: „Wir produzieren derzeit Krankheiten und keine leistungsfähigen Menschen. Ich kämpfe dafür, dass sich die Leute mehr bewegen“.
Diagnostik und Analyse kommen zuerst
Doch Schweizer gibt nicht auf: „Ich kämpfe dafür, dass sich die Leute mehr bewegen“, und das vor allem mit seinem Unternehmen. Über 40 Jahre ist Gernot Schweizer „mit Leidenschaft“ für Bewegung, Sport und Heilung unterwegs. Im Institut an der Schwarzenberg-Promenade 22A helfen ihm rd. 20 Mitarbeiter:innen dabei.
Einen Namen machte sich der Bewegungsexperte mit prominenten Sportlern, allen voran Marcel Hirscher. Aber auch Spitzensportler aus dem deutschen Fußball und der österreichischen Sportszene wie Manuel Feller, Philipp Schörghofer, Max Franz, Marco Schwarz oder Jürgen Melzer und andere nutzen die Kenntnisse des gebürtigen Schwaben und seine individuell erarbeiteten Trainingsmethoden. „Unsere Stärke ist die Individualität. Jedes Heilungs- und Trainingskonzept wird auf Basis von Analyse und Diagnostik individuell abgestimmt“.
Nicht aufgeben
Schweizer's Motto: "Wo andere aufhören, fangen wir an“
Doch Schweizer betont ausdrücklich, dass sein Institut nicht auf Sportler abonniert sei. Die Bandbreite sei groß: Man biete Rehabilitation an, arbeite mit Kindern und sogar Säuglingen, behandle Trauma-Patienten, und biete Präventions- und Fitnessprogramme für alle an. „Mein Motto: Wo andere aufhören, fangen wir an“. Das heißt: Schweizer Therapie & Training übernimmt auch schwierige Fälle. Und nicht zuletzt auch immer die Behandlung von kranken Menschen, die durch das Sozialsystem gefallen sind, wenn es um Therapie geht, oder die vom Gesundheitssystem aufgegeben wurden. „Wir nehmen auch Kranke, die andere nicht mehr nehmen!“. Wofür Schweizer einen 6-stelligen Betrag pro Jahr dafür einsetzt, wie er berichtet. Und noch eine Besonderheit: Wohl kaum ein Institut in Österreich kann auf einen 3.000 qm großen Outdoor-Trainingsgarten verweisen. Womit das Training gleich noch mal mehr Spaß macht, wenn man weiß, dass an den Geräten bereits auch Österreichs Sportprominenz ihren Schweiß vergossen hat.
Der Abend klang mit vielen anregenden Gesprächen zu Gesundheit und Training bei einem (gesunden) Buffet aus – und einem durchaus informativen Quiz aus dem Hause Gernot Schweizer: Denn so genau wusste es niemand, dass der Menschen etwa 780.000 Kilometer an Nervenbahnen in seinem Körper hat, uns 650 Muskeln bewegen und in unseren Adern fünf bis sechs Liter Blut fließen. Also: In Bewegung bleiben!
Fotos: Manuel Horn Photography