High-Tech trifft Handschlagqualität
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Einmal versuchsweise mit einem wirklich großen LKW fahren – dieser Traum wurde für einige der Mitglieder des Seebrunner Kreises wahr: Sie durften mit den neuesten LKW von Volvo, Mercedes und MAN eine Runde auf dem Gelände von Quehenberger Logistics in Straßwalchen drehen. Auf Einladung von Mitglied Klaus Hrazdira, COO von Quehenberger Logistics, konnten die Gäste des Seebrunner Kreises beim jüngsten Afterwork-Meeting einen aktuellen Blick in die hochkomplexe Welt der Logistik tun. Diese steht derzeit vor besonderen Herausforderungen.
Logistik-Konzern mit vielen Standbeinen
Quehenberger Logistics – das ist weit mehr als die bekannten roten LKW! So dürfte wohl nur für Brancheninsider bekannt sein, dass sich unter dem Dach der Quehenberger-Gruppe auch der größte LKW-Vermieter Österreichs befindet - die TRS Truck Rent and Sale der Augustin Quehenberger Group. Sie hat sich auf die Langzeitvermietung und das Service neuer LKW der Marken Volvo, Mercedes und MAN an Drittkunden spezialisiert. Pro Jahr bezieht die TRS über 400 LKW. Unter der kundigen Führung von TRS-Geschäftsführer Rudolf Ebner sen. waren daher auch die neuesten LKW zu besichtigen - und für Mutige auch zu erproben, natürlich mit kundigen Fahrern als Begleitung und nur auf dem Gelände des Logistik-Unternehmens Quehenberger in Straßwalchen.
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COO Klaus Hrazdira ist seit 2013 im Konzern-Vorstand von Quehenberger Logistics.
Doch auch wenn noch 60% des Geschäfts auf dem Transport via LKW beruht, ist Quehenberger Logistics lange schon kein reiner LKW-Spediteur mehr, wie Klaus Hrazdira in seiner Präsentation ausführte. Das Unternehmen engagiert sich ebenso in der Luft- und Seefracht, in der logistischen Betreuung von Branchen wie Retail, Fashion, Reifen, Automotive-Teilen und der Verteilung von sogenannten Fast Moving Consumer Goods. Im Sektor Luftfracht kümmert man sich um die Rund-um-die Uhr-Versorgung mit Ersatzteilen für die Flugzeuge von Lufthansa und Austrian Airlines. Mit modernster Automatisierungstechnik sind die Warehouse-Flächen von Quehenberger gefüllt, die mit 828.000 m2 die bisher größte Ausdehnung erreicht haben und für namhafte Kunden betrieben werden. Wieder wichtiger wird auch das Zoll-Service für die Kunden.
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Groß, stark und voll mit neuester Technologie – wer konnte und wollte, konnte erproben, wie es sich mit den neuesten LKW von Volvo, Mercedes und MAN fährt.
Stärker werden bis zur Marktführerschaft
Diese Geschäftsfelder und einiges mehr ergeben einen Logistik-Konzern mit über 4.000 Mitarbeitern in elf Ländern mit 64 Standorten und einem Umsatz von 594 Mill. € (2024). Seit 2023 gehört Quehenberger Logistics zur deutschen Geis-Gruppe mit 10.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 2,2 Mrd. € (2025). Das strategische Ziel für die nähere Zukunft: „Wir wollen in unseren Märkten stärker werden und die Marktführerschaft erobern“.
Eines der zentralen Themen für den Konzern ist die Automatisierung und die Künstliche Intelligenz, auch vor dem Hintergrund, immer schwieriger Mitarbeiter zu bekommen. In der Disposition sieht Hrazdira den größten Hebel für KI-Anwendungen. Hier läuft ein Pilotprojekt in Polen. Mit einer eigenen KI-Policy bereite man sich umfassend auf die KI-Zukunft vor. Es gehe darum, Mitarbeiter für höherwertige Aufgaben freizuspielen, nicht abzubauen, betonte der COO, der gemeinsam mit Christian Fürstaller (CEO) und Rodolphe Schoettel (CFO) die Gruppe leitet.
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Rudolf Ebner sen. präsentierte die Sparte "TRS Truck Rent and Sale" der Augustin Quehenberger Group.
Unter Druck der Geopolitik
Diese Geschäftsfelder und einiges mehr ergeben einen Logistik-Konzern mit über 4.000 Mitarbeitern in elf Ländern mit 64 Standorten und einem Umsatz von 594 Mill. € (2024). Seit 2023 gehört Quehenberger Logistics zur deutschen Geis-Gruppe mit 10.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 2,2 Mrd. € (2025). Das strategische Ziel für die nähere Zukunft: „Wir wollen in unseren Märkten stärker werden und die Marktführerschaft erobern“.
Wie sensibel die Branche auf globale Entwicklungen reagiert, zeigte Hrazdira auch mit Blick auf die aktuelle geopolitische Lage. Konflikte im Nahen Osten, eingeschränkte Lufträume und gestörte Lieferketten zwingen die Logistikunternehmen zu ständiger Anpassung. Container müssen neue Routen nehmen, Luftfracht wird umgeleitet, die Kosten steigen. Besonders die hohen Dieselpreise wirken sich unmittelbar auf die Transportpreise aus. „Wir müssen permanent neue Wege finden“, fasst Hrazdira die Situation zusammen – ein Satz, der die Dynamik der Branche treffend beschreibt.
Der Abend in Straßwalchen bot damit mehr als nur ein außergewöhnliches Fahrerlebnis. Er zeigte, wie stark High-Tech, globale Vernetzung und operative Exzellenz heute zusammenspielen müssen, um Warenströme zuverlässig aufrechtzuerhalten. Oder wie das Firmenmotto lautet: „High-Tech trifft Handschlagqualität“.
Fotos: Manuel Horn Photography